headerBild
headerBild
headerBild
Logo Oekolog

YouTube Kanal LFS Warth
Facebook - LFS Warth
Erste-Hilfe-Fit
Umwelt Wissen Schulen
Klimabündnis
GlobalActionSchools
LMS
blog italiagirls
Kybeleum - Agrar&Wald-Werkstätten
LAKO Kreativpreis

Fachschule Warth macht aus der Not eine Tugend
150 Liter Desinfektionsmittel aus Schnaps hergestellt


(v.l.n.r.): Mitarbeiter Johannes Stangl, Fachlehrer Karl Stückler und Direktor Franz Aichinger in der schuleigenen Schnapsbrennerei mit dem selbst hergestellten Desinfektionsmittel.
Foto Copyright: LFS Warth

Warth (22.4.2020) Die bäuerliche Tradition des Schnapsbrennens wird an der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Warth schon seit Jahren hochgehalten. Nun hat man aus der Not eine Tugend gemacht und kurzerhand auf die Herstellung von Desinfektionsmittel umgestellt.
„Da Desinfektionsmittel derzeit Mangelware sind, haben wir eine Initiative zum Sammeln von nicht mehr benötigten Schnäpsen, Wodka und Liköre gestartet. Dabei kam eine beachtliche Menge an Spirituosen zusammen, die in der Schuldestillerie entaromatisiert und nochmals gebrannt wurden. Somit konnten 150 Liter 85-prozentiger Alkohol hergestellt werden, der nun als Desinfektionsmittel verwendet wird“, betont Fachlehrer Karl Stückler, der für die Erzeugung von Edelbränden an der Fachschule verantwortlich zeichnet. „Lediglich Wasserstoffperoxid und Glycerin wurden zugefügt, damit die Haut bei der Anwendung nicht zu stark austrocknet. Dabei halten wir uns an das Desinfektionsmittel-Rezept der WHO, der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen“, so Stückler.
Durch eine Ausnahmegenehmigung der Bundesregierung ist die Herstellung von Desinfektionsmittel aus Alkohol ganz unbürokratisch möglich. Normalerweise gelten sehr strenge Regeln für das Brennen von Hochprozentigem.

„Mit dem selbst hergestellten Desinfektionsmittel zeigt die Fachschule Warth, dass handwerkliches Können sehr kreativ und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Damit wird ein wertvoller Beitrag zur positiven Bewältigung der derzeitigen Situation geleistet“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Gerade in dieser fordernden Zeit ist das Engagement jedes Einzelnen für das Gemeinwohl entscheidend. Mein Dank gilt besonders all jenen, die derzeit Großartiges leisten, um die Herausforderung gemeinsam zu meistern“, so Teschl-Hofmeister.

„Für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge beginnt voraussichtlich am 4. Mai wieder der reguläre Unterricht in den Räumlichkeiten der Fachschule und somit die Vorbereitung zur Prüfung der Mittleren Reife sowie zur Lehrabschlussprüfung „Metallbearbeitung“. Da können wir das selbst hergestellte Hand- und Flächendesinfektionsmittel gut gebrauchen“, freut sich Direktor Franz Aichinger. Die ersten und zweiten Jahrgänge bleiben vorerst noch zuhause und werden in digitaler Form unterrichtet.

(Schluss)