Hühnerstall: Breites Spektrum an Freilandhühnern, die bunte Eier legen

Warth (27.3.2026) Bei der konventionellen Hühnerhaltung haben sich nur wenige optimierte Rassen durchgesetzt. Dem wirkt die Fachschule Warth entgegen und hält Arten, die weniger bekannt sind und in ihrem Bestand häufig schon als gefährdet gelten. Teilweise legt das Federvieh farbenprächtige Eier, was zu Ostern sehr praktisch ist.
„Auch in diesem Schuljahr setzen wir auf die Artenvielfalt bei den Freilandhühnern. Die Schülerinnen und Schülern lernen somit das breite Spektrum des Federviehs kennen und sind im praktischen Unterricht in die Hühnerhaltung eingebunden“, betont Fachlehrer Jürgen Schwarz. „Wir haben nun Hühnerrassen mit klingenden Namen wie Grünleger, Schwarze Perle, Lohmann Brown, Sussex, Sperber, Marans und Ascot. Die Jugendlichen waren anfangs überrascht von den teilweise sehr farbenprächtigen Eiern. Es gibt eben nicht nur hellbraune Hühnereier, sondern auch grüne, gelbbraune und schokoladebraune Eier. Somit kann man sich das Eierfärben zu Ostern ersparen“, so Schwarz.
Verantwortungsvoller Umgang mit dem Federvieh
Die Schülerinnen und Schüler füttern die Hühner mit Begeisterung und sorgen für die Sauberkeit im Stall. Mit den beiden großen Auslaufgehegen ist für die artgerechte Tierhaltung bestens gesorgt, schließlich brauchen die glücklichen Hühner genügend Platz zur Bewegung. Zudem bietet der Stall viel Platz und Komfort. Bereits das 13 Jahr finden Hühner an der Fachschule Warth ein Zuhause. Die Eier werden in der Schulküche verwendet.
Lange Geschichte der Hühnerhaltung
Die Geschichte der Hühnerzucht reicht nachweislich bis 4.500 Jahre zurück und hat ihren Ursprung in Südostasien, China und Ägypten. In Mitteleuropa wurde das Federvieh durch die Römer stark verbreitet. So gelangte bereits vor rund 2.000 Jahren das römische Landhuhn in das Gebiet des heutigen Österreich. Im 14. und 15. Jahrhundert nahm die heimische Hühnerzucht deutlich an Fahrt auf und führte zur Entwicklung zahlreicher regionaler Rassen, die in ihrem Bestand heute vielfach als bedroht gelten. Denn in der konventionellen Hühnermast haben sich nur wenige optimierte Rassen durchgesetzt.
(Schluss)
Foto (v.l.n.r.) Schüler Christoph Erlach, Schülerin Amalia Seehofer, Fachlehrer Jürgen Schwarz und Schüler Adrian Stickler mit den Schulhühnern
Foto Copyright: Jürgen Mück

