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Mais-Versuche der Fachschule Warth
Warther Versuchsergebnisse sind eine wertvolle Entscheidungshilfe für die Landwirte der Region

Die Schüler waren im praktischen Unterricht mit Begeisterung bei der Maisernte dabei.
Die Personen v. l.: Katharina Kerschbaumer, Manuel Schwarz, Sebastian Leudolt und Pflanzenbauexperte Günther Kodym
Foto Copyright: Jürgen Mück.

Warth (2.10.2018) Auch dieses Jahr waren die Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Warth während des praktischen Unterrichts bei der Maisernte im Einsatz. Dabei wurden die Maiskolben und die Restpflanzen einzeln gepflückt, um exakte Aussagen zu den Erträgen und dem Energiegehalt der 42 angebauten Sorten machen zu können.

„Die Ernte gestaltete sich sehr aufwendig, weil jeder einzelne Maiskolben gepflückt werden musste. Aber nur so lassen sich wissenschaftlich fundierte Rückschlüsse auf die besondere Eignung als Silomais oder Körnermais ziehen“, betont Pflanzenbauexperte Günther Kodym. „Silomais findet Verwendung bei der Fütterung von Rindern und zur Erzeugung von Biogas. Körnermais dient hingegen zur Fütterung von Schweinen“, so Kodym. „Die gewonnenen Versuchsergebnisse sind eine wertvolle Entscheidungshilfe für die Landwirte der Region bei der Wahl der passenden Maissorte. Dabei geht es um exakte Aussagen über die Anbaueignung, Krankheitsresistenz  und Energieerträge bei gleichzeitiger effizienter Düngung“, informiert Kodym.
Durch die Wahl der geeigneten Maissorte kann der Einsatz von Dünger und Schädlingsbekämpfungsmitteln auf ein Minimum reduziert werden, was der Natur zugutekommt. In den letzten Jahren stieg die Produktion von Mais kontinuierlich an. Rund ein Fünftel der verwendeten Futtermenge in der Tierzucht stammt von Mais.

Gute Erträge sind kein Zufall
Bei den Warther Mais-Versuchen handelt es sich um statistisch abgesicherte Exakt-Versuche mit vier Wiederholungen, die nach internationalen Normen angelegt wurden und daher anerkannt sind. Die Ergebnisse des Warther Standortes gehen auch in die Empfehlungen der „Beschreibenden Österreichischen Sortenliste“ ein, die von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und dem Lebensministerium herausgegeben wird.
Nur ein an den Standort und die Nutzung angepasster Pflanzenbestand bringt den höchsten Ertrag. Dazu sind exakte Daten und wissenschaftliche Forschungsarbeit notwendig.

(Schluss)