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Frühwarnsystem zur Vorbeugung von Naturkatastrophen
Neue Wildbachbegeher ausgebildet


Direktor Franz Aichinger (links), Fachlehrer Karl Lobner (vorne links), Thomas Lampalzer (vorne rechts) mit den neuen Wildbachbegehern und Festgästen.
Foto Copyright: Jürgen Mück.

Warth (7.5.2019) 21 Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrganges des Zweiges Landwirtschaft absolvierten erfolgreich die mündliche sowie schriftliche Prüfung zur Wildbachbegeherin bzw. Wildbachbegeher und sind nun berechtigt diese Funktion in den Gemeinden auszuüben. „Durch die Klimaerwärmung ausgelösten Wetterextreme, wie Stürme und Starkregen, nehmen deutlich zu, was in der Natur oft bedrohliche Schäden zur Folge hat. Die geschulten Wildbach-Experten übernehmen daher große Verantwortung, um mögliche Gefahrenquellen rasch zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dies ist ein effizientes Frühwarnsystem zur Verringerung des Katastrophenrisikos“, erklärt Fachlehrer Karl Lobner, der den Prüfungsvorsitz innehatte. „Laut Forstgesetz sind die Gemeinden verpflichtet geschulte Fachleute zur Beobachtung von Wildbächen einzusetzen, die jährlich eine Bachbegehung durchführen. Anrainer werden über mögliche Gefahren umgehend informiert, denn sie sind verpflichtet die Ufer instand zu halten“, so Forstmann Lobner.

Ausbildungsschwerpunkte waren die Wildbachkunde, Beurteilung von Gefahrenquellen, Wildbachbauwerke und ihre Funktion sowie rechtliche Grundlagen. Die praktische Schulung wurde vor Ort an Wildbächen durchgeführt. Bereits zum fünften Mal erfolgte die Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung, einer Dienststelle des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus.

Thomas Lampalzer von der Wildbach- und Lawinenverbauung in Wiener Neustadt sowie Helmut Wagner (Bezirkshauptmannschaft Wr. Neustadt) und Eva Bauer (Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen) leiteten die Prüfung. „Die Aufgabe der Wildbachbegeher ist die Vorbeugung von Naturkatstrophen. Dabei gilt es mögliche Gefahren schon früh zu erkennen und schnell zu reagieren. Die gefürchteten Folgewirkungen von starken Gewittern, wie Verklausungen und Geschiebeablagerungen von Wildbächen, können so weitgehend vermieden werden“, so Lampalzer. Ehrengäste bei der Zeugnisverteilung waren der Leiter des forsttechnischen Dienstes Christian Amberger, Bürgermeisterin Michaela Walla (Warth) und Bürgermeister Josef Schrammel (Lichtenegg).

(Schluss)