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Weihnachtskekse aus der Backstube der Fachschule Warth
LR Teschl-Hofmeister: Schülerinnen und Schüler backen nach alter Tradition

Die Personen v. l.: Schülerin Selina Riegler, Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Fachlehrerin Elisabeth Mayer-Reithofer und Schülerin Janine Orth
Foto Copyright: Jürgen Mück.

Warth (14.12.2018) Der Duft von Zimt und Vanille strömt durch die Backstube der Fachschule Warth und lässt Adventstimmung aufkommen. Die Schülerinnen und Schüler sind unter kompetenter Anleitung dabei traditionelle Weihnachtsbäckerei nach überlieferten Rezepten für die Adventfeier zu backen. Dabei wird besonders auf die Verwendung von Zutaten aus heimischer Produktion geachtet. Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister konnte sich an der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Warth von der Pflege der Backtradition überzeugen. „Das Backen von Keksen, Lebkuchen und Stollen ist untrennbar mit der Adventzeit und Weihnachten verbunden. Dieses Brauchtum, das besonders in der Landwirtschaft verwurzelt ist, wird an der Fachschule Warth gepflegt und an die junge Generation weitergegeben“, so Teschl-Hofmeister. „Neben dem Backhandwerk wird den Mädchen und Burschen auch das passende Hintergrundwissen zur Entstehung und Herkunft der Weihnachtsbäckerei vermittelt. Denn das Kletzenbrot, der Zwetschkenkrampus, der Weihnachtsstollen oder Lebkuchen sind meist direkt mit der Region und den vorhandenen Zutaten verbunden.“

„Die Schülerinnen und Schülern sind sehr eifrig bei der Sache, denn das Backen im Advent macht besonderen Spaß. Schließlich ist es ein besonderes Erlebnis die eigenen Kreationen aus dem Backofen zu holen und zu verkosten“, betont Fachlehrerin Elisabeth Mayer-Reithofer. „Der praktische Unterricht wird somit zu einer anspruchsvollen Beschäftigung, worauf die Jugendlichen zu Recht stolz sind. Ein Teil der bunten Vielfalt an Weihnachtskeksen und Weihnachtsbäckereien wird stilvoll auf Teller arrangiert, um bei der Adventfeier serviert zu werden. Aber die meisten Schülerinnen und Schüler nehmen einen Teil der Weihnachtsbäckerei mit nach Hause, um ihre Eltern oder Freunde damit zu überraschen“, so Mayer-Reithofer.

Die Weihnachtsbäckerei blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits um 500 v. Chr. ist die Backkunst der Ägypter wissenschaftlich belegt und schon bald formte man aus Teig Gebilde mit religiösem Hintergrund. Diese Gebäcke wurden häufig zu Geschenkzwecken bei festlichen Anlässen verwendet. Auch das Christentum übernahm diese Traditionen.
Aus den Brotteigen entwickelten sich mit der Zeit kleinere Gebäcksformen, die mit Zucker oder Honig auch süß waren. Vorerst war die Bäckerei wegen dem teuren Rohrzucker der Oberschicht vorbehalten. Mit dem Aufkommen des Rübenzuckers Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Weihnachtsbäckerei in allen Bevölkerungsschichten verbreitet.

(Schluss)