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Hummelmonitoring: Warther Schüler setzen sich für den Schutz der wilden Bienen ein
Nachwuchsforscher auf Hummeljagd

Die Personen v. l.: Moritz Bauer, Fachlehrer Markus Schöll und Shona Erlach auf Hummeljagd.
Foto Copyright: Jürgen Mück

Bericht der NÖN: https://www.noen.at/neunkirchen/schulpartner-schueler-setzen-sich-fuer-schutz-der-wilden-bienen-ein-schulpartner-lfs-warth-102675842

Warth (4.7.2018) Hummeln sind als Bestäuber von Obstkulturen und vielen andern Blütenpflanzen von besonderer Bedeutung, aber es gibt sehr wenige Daten dazu. Deshalb engagieren sich die Schüler der Fachschule Warth beim Projekt „Hummelmonitoring“ des Naturschutzbundes. Dabei spüren die Nachwuchsforscher die wilden Bienen in der Natur auf, um sie zu fotografieren und zu melden. Hummeln fliegen im Gegensatz zu Honigbienen auch bei relativ kalten Temperaturen aus und zählen daher in der kühleren Jahreszeit sowie im Gebirge zu den wichtigsten Bestäubern. 

„Die jungen Naturschützer gehen sehr eifrig auf Hummeljagd, um möglichst viele der nützlichen Insekten aufzuspüren. Bereits rund ein Drittel der vorkommenden Hummelarten konnten fotografiert und bestimmt werden“, betont Fachlehrer Markus Schöll. „Aktuell gibt es 42 Hummelarten in Österreich, jedoch ist die Datenlage darüber sehr spärlich. Dank dem engagierten Einsatz der Schüler wird sich das nun ändern“, so Schöll. Um die Hummeln zu schützen und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, braucht es ausreichend Informationen zu ihrer Verbreitung, denn auch sie zählen zu den gefährdeten Insektenarten.

Artenschutz: Den Hummeln unter die Flügel greifen
Von den rund 630 heimischen Wildbienenarten, wovon 42 Hummelarten sind, können nur noch wenige auf blühenden Feldern beobachtet werden. Ihre Bestände nehmen stark ab. Zehn Prozent der heimischen Hummelarten gelten bereits als ausgestorben. Die Hauptursache dafür ist der Verlust von Lebensräumen. Dabei zählen die schwarz-gelben Brummer der Lüfte zu den wichtigsten Bestäubern von Wildblumen, Obst und Gemüse.
Der Lebensraum der Hummeln wird durch den Einsatz von Pestiziden, Überdüngung, Bodenversiegelung und kurz gemähten Rasenflächen drastisch eingeschränkt. Dabei kann man mit sehr einfachen Maßnahmen die Vielfalt der Hummeln fördern. Abwechslungsreiche Blumenecken und blühende Ackerrandstreifen schaffen wichtige Nahrungsgrundlagen und Nistmöglichkeiten.

Mitmachen beim Hummelmonitoring
Hummeln sind die einzige Gruppe der Bienen, die man mit etwas Fachkenntnis im Freiland bestimmen kann. Deshalb ist es auch für Laienforscher sehr einfach sich am Hummelmonitoring zu beteiligen. Auf der Onlineplattform www.naturbeobachtung.at/hummeln können Beobachtungen gemeldet und Fotos der Hummeln hochgeladen werden.

(Schluss)