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                Sommerbildungsveranstaltungen
2008
Südsteiermark und Slowenien 
              
    

                   

Sommerbildung - Open 2008 in Südsteiermark und Slowenien

Die offenen Sommerbildungstage fanden heuer von 16.-18. Juli 2008 in der Südsteiermark und Slowenien statt. Den Auftakt machte der Besuch bei der Fa. TURF Handels GmbH von DI Stephan BREISACH. Mag. Karl LOBNER, als Leiter der Greenkeeper-Akademie Warth konnte neben interessierten Greenkeepern auch Teilnehmer aus dem Trainerstab der Akademie begrüßen, wie DI KODYM und Dr. LUNG sowie den Präsident der AGA Alex HÖFINGER.

Die unscheinbare Lagerhalle der TurfHandels GmbH verbirgtgeschickt das innovativeFeuerwerk welches darin verborgen ist. Die breite Palette von Düngern,Pflanzenschutz und -stärkungsmitteln wurde nunauch umBewässerungs-und Mähgeräteerweitert.Ein Rundgangund Einblick in die Logistikdieses Unternehmenswarebenso spannend wie der Kurzvortrag zu den Entwicklungen am Düngersektor.

Eine Vorführung der Bewässerungstechnik zur Etablierungspflege folgte.

Besonders in Erinnerung bleibtdie lebhafte Diskussionüberden Wert des Rollenszur Verhinderung von Stress durch Kurzschnitt und den positiven Nebenaspekt der Verringerung von Dollarspot um bis zu -80%. Durch das Entwässern der oberen Filzschicht findet der Dollarspotkeine optimalen Entwicklungschancenmehrvor. Es kann aber auch durch dreimaliges Rollen in der Wochebeigleichbleibender Grüngeschwindigkeit die Schnitthöhe des Grüns um 0,7mm angehoben werden.Beiregelmäßigem Rollenseiaber dennochaufdieregelmäßge Lockerung durch Schlitzenoder auch Spiken hingewiesen.

Im Anschluss daran wurde die Sommerbildung am GC Graz in Thal mit der Begrüßung und Führung durch HeadGreenkeeper Richard KÖRBLER fortgesetzt und mit einem schönen Golfspiel beendet.

 

Der GC Graz hat  sich  aufgemacht  und das  Bemühen  des neuen Managements  beginnt  erste Früchte zu tragen. Leider wurden Teile  dieser Bemühungen aber durch  die Starkregenereignisse wieder zunichte gemacht und neu geschotterte   Verbindungswege weggespült. Die letzten Stürme des vergangenen Jahres  hatten aber auch ihr Gutes:  mehr Licht und mehr Luft.  Die lehmigen Fairways bieten eine wahre  Herausforderung  hinsichtlich Oberflächenwasser  und so  ist durch   geschickte Reliefgestaltung eine  Entwässerung zwischen die Spielbahnen hin gelungen.  Eine Eschenallee  mit  Fledermauskästen stellt  nur  ein Kuriosum  am  Rande  dar,  verstärkte  aber den Eindruck  von einem naturnah  geführten Platz  mit abwechslungsreichen Bahnen durch Streuobstwiesen,  entlang  von Waldrändern  oder Feldrainen. Großzügige Roughs begleiten weite Strecken  der ehemaligen Felder.

Besonders beachtenswert  ist  der Erfolg  des angeschlossenen 9-Lochplatzes, welcher  mit mittlerer Pflegeintensität  finanziell sehr erfolgreich geführt werden kann.  Eine Grünhöhe von 4,5mm wird von den Spielern problemlos angenommen  und sichert  stabile und gesunde Grüns.

Am Abend wurden alle Teilnehmer zu einer Jause von der Fa. Rasenpflege MAIERHOLD eingeladen.

Am zweiten Tag ging es mit dem Greenkeeperstammtisch nach Slowenien zum GC Ptui, wo die Begrüßung und Beginn der Führung durch HeadGreenkeeper JERNEI stattfand.

 

Den rund 8.000 Golfern  in Slowenien  stehen derzeit 9 Plätze zur Verfügung. Der mit zehn Jahren eher  junge Platz Ptui präsentiert  sich mit seinen 18 Loch als  Musterbeispiel  eines ökologisch vernetzten Biotopsystemes. Sich an glasklare Bachläufe schmiegende   Auwälder wechseln über breite Fairways  hin zu einem im Uferbereich gut bewachsenen Teich.  Die Algen im Teich verursachen auch Algenprobleme am Grün, welchen mit Kupferhydroxidspritzungen begegnet wird.  Der Hinweis auf  eine Woche Anfang Juli  mit bis zu 41° Tageshöchsttemperatur verdeutlich das warme Klima der Region und  erklärte  damit  auch das  Vorhandensein  wüchsiger Flecke von Bermudagras und Unkrauthirsen  in den Fairways.

Dr. Gerhard LUNG  lies  uns auch eine  Blick durch eine mit  einem Farbfilter versehe Brille tun,  welche Stress  von Gräsern durch das abartig  veränderte  Blattgrün  optisch schon   frühzeitig erkennen läßt. So lassen sich beginnende  Trockenflecke oder auch Randzonen von Pilzinfektionen besser erkennen.

Dass  Altbewährtes oder Altes  oftmals  richtig  war  wurde  in  der Maschinenhalle  augenscheinlich,  wo  neben modernsten Schleifmaschinen und Mähern  die guten  alten Striegel / Wiesenigel  und Schleppen  an der Wand bereit  gehalten werden  um ihre  wertvollen Dieste im Frühjahr zu versehen.

Ein Stammtisch vor Ort  rundete mit  lebhafter Diskussion diese Begehung  ab  und gratulieren dem GC Ptui zu seiner engagierten Pfegemannschaft und Leistung in dieser  trockenen und Hitzestress geplagten Lage.

Wie im Süden üblich wurden wir kulinarisch bestens versorgt und waren überwältigt von der Gastfreundschaft die hier vorherrscht (sh unten).

Zum Abschluss des Tages inspizierten wir außerplanmäßig noch ein privates Golfgrün von herausragender Qualität.

 

Aus der fixen  Idee  sich  selbst einen Übungsplatz direkt „vor der Haustüre“ zu schaffen wurde  nach langjähriger Recherche und mit Unterstützung der Fa. Maierhold ein Traum wahr. Christoph Maier  präsentierte  uns  ein in einen englischen Landschaftsgarten hineingeplantes und nach USGA aufgebautes 350m²  großes A4 Grün  von wahrlich  schottischem Charakter: extra  mager  gehalten,  fest und folglich  schnell.  Dabei  bietet  dieses Grün  auch  die Nachahmung aller Übungsannahmen  inklusive des Näherungsspieles. Beachtenswert waren  auch die im Vollschatten gedeihenden Teemischungen mit einem entsprechenden  Poa supina und Poa nemoralis Anteil. Um die  Pflege  in zehn Wochenstunden bei  gleichzeitig angemessener Qualität abwickeln  zu  können steht auch ein eigener Maschinenpark zur Verfügung,  der so manchen Kommunaldienstleister erblassen lässt. Der Wille kann Berge  versetzen!

Am letzten Tag wurden wir am Morgen von MAIERHOLD Alfred jun. über den Fussballplatz Lebring geführt.

 

Der  Platz  war  gerade  erfolgreich mit  Herbiziden  behandelt  worden,  der warme und feuchte Sommer hatte  aber  Sommerfusarium  und Blattflecken auf  den Plan  gerufen. Massive Renovationsmaßnahmen  in Form   der Aufbringung  von rund 50 Tonnen  eines Sand-Humusgemenges (70 : 30) , Aerifizierung (450 Löcher /m²  18mm - ) , Abtrocknen und  nachfolgendes Einschleppen sowie die   Einsaat  einer  Renovationsmischung  mit mehreren Sorten Englisch Raygras   sollten  eine  gewohnt hohe Spielqualität  nach  vier bis sechs Wochen sicherstellen.   Beachtenswert waren  vor allem  das gute  Zusammenspiel  von Pflegemannschaft,  Platzwart und Spielermannschaft  welche  durch Schonung und laufende Übersaat   ihren Beitrag leisten  um  die typischen Problemstellen durch  Überbelastung  an der Mittelachse und der Torräume zu verhindern (hier spielen  sich 80% der Spielbelastung ab)  und diese so stets  grün und dicht geschlossen zu halten.

Im Anschluss daran wurde der GC Murstätten besucht.

Baronin Marie-Helene BACHOFEN-ECHT brachte uns beim Essen die Geschichte dieses Traditionsclubs näher und HeadGreenkeeper Franz HABITH führte uns kompetent über die Anlage.

 

Einer  der führenden  Steirischen Golfanlagen  veränderte  sich durch die zunehmende Zahl und Wachsen der Baumgruppen  in den Jahren seit der Gründung 1989  von einem sehr  naturnah angelegten Inland Links Course   in einen Parkland Course.  Rund  um den See  bietet  sich eine Vielzahl spannender Aspekte,  spielerisch  als  auch landschaftlich.  Gestaltend kamen auch  ein japanischer Garten, ein Bootshaus aber auch moderne Brücken mit Nirostanetzen  hinzu. Frei stehende riesige Solitärbäume sind ebenso charmant  wie großzügige Roughflächen  oder geschickt  gruppierte Birkenwäldchen. Die   aufgrund  der vorherigen landwirtschaftlichen Nutzung  der Flächen stets vorhandenen Unkrauthirsen verlangten besonders in feuchtwarmen Jahren wie 2008 erhöhte Aufmerksamkeit.  Besonderheiten  der Grünpflege am GC Murstätten: 7 Tage in der Woche gemäht, davon auch 3 Mal doppelt gemäht. Es erfolgt aber kein Rollen der auf 3,3mm geführten Grüns.

Eine Neuigkeit stellen  auch die  senkrecht in  den Bunker versenkten Bunkerrechen dar, welche vor allem der Pflegemannschaft Zeit sparen helfen.

INFO: Seit 2009 ist das System nun offiziell von St.Andrews anerkannt!!! Infos dazu finden sich unter www.scorpiorakesystem.at

 Der großzügige  ausgestattete Maschinenpark und die  Pflegemannschaft mit 14 Mann Personal  gewährleisten eine angemessen schlagkräftige Pflege  dieser 36 Lochanlage mit 4 Putting Grüns und 2 Driving Ranges .

Abschließend möchte die Greenkeeper-Akademie Warth allen beteiligten HeadGreenkeepern und mitwirkenden Personen aber besonders bei der Fa. Rasen MAIERHOLD für die perfekte Betreuung vor Ort danken.

 

Die Sommerbildung-Open 2009 wird von 14.-16. Juli in Bayern und Tirol stattfinden.

Mag. Karl LOBNER und DI Günther KODYM

Greenkeeper-Akademie Warth