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Wirksame Vorbeugung gegen gefährlichen Bienenschädling Varroa-Milbe
LR Schwarz: Schutz der Bienen mit fachlichem Know-how und biologischen Mitteln

Die Personen v. l.: Schüler Christoph Gruber, Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz, Imkermeister Alois Spanblöchl und Schülerin Nina Schmid.
Foto Copyright: Jürgen Mück.

Bericht top agrar: https://www.topagrar.at/home/Imkerschule-Warth-Wirksame-Vorbeugung-gegen-Varroa-Milbe-8860068.html

Warth (13.11.2017) „Immer wieder gelingt es Varroa-Milben ganze Bienenvölker zu zerstören, auf einfache Art ist dies jedoch zu verhindern ist. Der Schutz der Bienenvölker gelingt mit fachlichem Know-how und biologischen Mitteln. Die Imkerschule Warth im südlichen Niederösterreich bietet dazu die fachkundige Beratung und ein breit gefächertes Kursprogramm rund um die professionelle Bienenzucht an“, betont Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz, die sich vor Ort über die Bienenzucht informierte. „Diese Bildungsarbeit ist außerordentlich wertvoll. Sorgen doch die Imker mit ihren Bienenvölkern für eine flächendeckende Bestäubung der heimischen Kulturpflanzen und sind damit unverzichtbare Partner der Landwirtschaft, die mit der Honigproduktion zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung beitragen“, informiert Schwarz.

Die Varroa-Milbe ist ein gefährlicher Feind der Bienen, der ganze Bienenvölker vernichten kann. „Mit der richtigen Anwendung von organischen Säuren ist man die Milbenplage schnell los. Dabei kommt es auf den richtigen Zeitpunkt und das passende Bio-Präparat an“, betont Imkermeister Alois Spanblöchl von der NÖ Imkerschule Warth. „Nach der Honigernte im Sommer werden die Milben mit Ameisensäure dezimiert. Im Oktober oder November sollten die Bienenstöcke nochmals mit Oxalsäure behandelt werden, um die verbliebenen Milben zu reduzieren. So kommen die Bienen gesund durch den Winter“, so Spanblöchl. Die organischen Säuren sind biologische Mittel, die keine Rückstände im Honig oder im Wachs verursachen und nur gegen die schädlichen Milben wirksam sind.

Die Varroa-Milbe war vorerst nur im asiatischen Raum beheimatet, breitete sich aber seit den 1980er-Jahren durch den globalen Handel auch in Europa und somit in Österreich aus. Die 1,5 Millimeter große Milbe lebt als Parasit auf den Bienen und in der Bienenbrut. Sie ist weltweit einer der gefährlichsten Bienenschädlinge.

(Schluss)